Ziel des Projektes war es, die Kinder in das Thema Kinderrechte einzuführen. Zudem sollte dabei das Recht auf Gesundheit vertiefet werden.
Bilder Kita St. Martin
Die Einführung hatte ich mit der gesamten Hortgruppe gemacht. Die Teilnahme war freiwillig. Für die Einführung wurde die Imbisszeit, die wir im Hortraum verbracht haben, genutzt. Das hat für eine lockere Atmosphäre gesorgt, die das Gespräch mit den Kindern anregt. Die Einführung dauerte zwei Wochen. Wir sprachen täglich ca. 30 Minuten über die Kinderrechte von Montag bis Donnerstag.
Für die erste Einheit wurde die Methode „Was braucht ein Hase um wohl zu leben?“ angewendet. Diese Methode kam bei den Kindern sehr gut an. Sie kann weiter empfohlen werden. Es ist eine Methode, die das Thema sehr gut sichtbar macht. Es war für mich auch sehr hilfreich, weil ich daraus alle weiteren Schritte aufgebaut habe. Das bedeutet, zuerst haben wir über die Bedürfnisse von dem Hasen und an dem Tag danach, als zweiten Schritt, über „was braucht ein Kind um wohl zu leben?“ gesprochen. Sehr interessant war in diesem Schritt, dass die Kinder deutlich mehrere Überbegriffe benutzt haben. z.B. bei der Runde mit dem Hasen haben sie unterschiedliche Gemüsearten genannt. Gemeinsam haben wir dann, die Überbegriff „Essen-Ernährung“, „Erholung“ gefunden. Diese Überbegriffe übernahmen die Kinder, im 2. Schritt direkt für die Bedürfnisse eines Kindes.
Mit den zwei Fragen “Was braucht ein Hase um wohl zu leben?“ und „Was braucht ein Kind um wohl zu leben?“ beschäftigten wir uns drei Einheiten lang. Danach sprachen wir jeden Tag über ein oder zwei Kinderrechte. Dafür nutzte ich die Broschüre vom Kinderbüro „Kinderrecht leicht erklärt“. Diese Broschüre kam bei den Kindern sehr gut an. Manche davon beschäftigten sich danach für sich alleine weiter.
Für die Einheiten nutzte ich die Illustrationen von den Kinderrechten. Wir unterhielten uns lange über jedes einzelne Recht. Es wurde viel Wert darauf gelegt, dass die Bedeutung von jedem einzelnen Recht klar wurde. Dafür fragten wir die Kinder nach Beispielen in ihrem Alltag. Die Kinder wurden angeregt, über Situationen nachzudenken, die von ihnen selbst erlebt wurden. Diese Situationen sollten schildern, ob die Kinderrechte respektiert wurden oder nicht. Es war großartig, wie die Kinder über die Beispiele diskutierten. Beeindruckend war die Überzeugung, mit der manche Kinder diskutiert haben. Alle Kinder, die Teil genommen haben, sind sich über ihre Rechte bewusst.
Nach der Einführungsphase vertieften wir das Recht auf Gesundheit. Dafür wurde das allererste Plakat mit dem Ergebnis von der Frage „Was braucht ein Hase um wohl zu leben?“ eingesetzt. Dann wurden die Kinder, gefragt, was ihnen noch über das Thema Gesundheit auffällt? Es wurde klar, dass eine genauere Erklärung der Bedeutung von Gesundheit notwendig war. Nachdem der Begriff Gesundheit geklärt war, sammelten wir unsere neuen Ergebnisse auf einem neuen Plakat. Die Erklärung des Begriffes war nicht nur notwendig, sondern auch sehr hilfreich. Denn während der Erklärung hatten die Kinder direkt viele Antworten auf die Frage „Was braucht ein Hase um gesund zu leben?“ und als nächsten Schritt „Was braucht ein Kind um gesund zu leben?“.
Am letzten Teil des Projektes nahm eine Gruppe von vier Kindern teil, die für das Projekt große Begeisterung gezeigt hatten. Sie meldeten sich für den Dreh des Videos. Die Vorbereitung für das Video waren die oben genannten Einheiten, sonst gingen wir ohne geplantes Ziel auf die Straße. Mit dem Video nahmen wir uns vor, mit der Frage „Was macht uns im Gallus gesund und ungesund?“ zu beschäftigen. Auf dem Video sind zahlreiche Antworten zu sehen. Die gesprochenen Texte sind von den Kindern ausgedacht. Entweder spontan gesprochen oder kurz davor abgesprochen. In diesem letzten Teil des Projektes herrschte eine Atmosphäre, die zum spontan Erforschen anregte. Die Kinder fanden ständig neue Orte, die sie im Video zeigten wollten.
Die Vorstellung des Videos erreichte alle anwesenden Kinder der Kita St. Martin - Kindergarten und Hort - insgesamt über 50 Kinder.
Als Abschluss bekamen die Kinder die Give-Aways vom Kinderbüro. Zudem hatte ich Stoffstifte auf den Tisch gelegt und damit haben die Kinder ihren Beutel bemalt.



